Entschlafenen-Gottesdienst mit unserem Stammapostel

Die Geschwister des Kirchenbezirkes Neumünster freuten sich am Sonntag, 5. März, über den Entschlafenen-Gottesdienst, den sie gemeinsam mit unserem Stammapostel Jean-Luc Schneider in der Neumünsteraner Kirche erleben durften.

In Neumünster und den im Bezirk angeschlossenen Gemeinden Heide, Itzehoe und Rendsburg konnten rund 850 Geschwister dem Geschehen folgen. Darüber hinaus waren die Übertragungsgemeinden im Bezirksapostelbereich Nord- und Ostdeutschland via Satellit mit Neumünster verbunden.

Der Gottesdienst war geprägt von einem besonderen Ereignis: Die Spendung der Sakramente für Entschlafene. Stammapostel Schneider legte der Predigt das Bibelwort aus Psalm 105,1 zugrunde: „Danket dem Herrn und rufet an seinen Namen; Verkündigt sein Tun unter den Völkern!“

„Lasst uns den Gottesdienst für Entschlafene als ein Lob- und Dank-Gottesdienst gestalten“, rief Stammapostel Schneider die Gemeinde auf und bezog sich dabei auf das Jahresmotto „Ehre sei Gott, unserm Vater.“ Die Dankbarkeit für das Heil in Jesus Christus stand im Mittelpunkt der Predigt.

Der Heilige Geist lässt das Heil erkennen

Stammapostel Schneider erläuterte, was dieses Heil für die Menschen der diesseitigen, aber auch der jenseitigen Welt bedeute. „Jesus Christus schenkt Heil, auch den Verstorbenen“, betonte er, „diese Dankbarkeit ist Frucht des Heiligen Geistes. Nur durch den Heiligen Geist können wir das Heil erkennen.“

Als einen zentralen Aspekt nannte Stammapostel Schneider die Liebe zum Nächsten, „Wo der Heilige Geist wirken kann, wächst die Liebe zum Nächsten. Die Liebe zum Nächsten besteht darin, dass wir dem Nächsten das Heil wünschen.“

Das Heil für alle Gläubigen

Stammapostel Schneider führte einige Gedanken auf, wer das Heil erhalten könne. Jesus Christus habe das Heil insbesondere den armen und geringen Menschen dieser Welt gebracht, Menschen die am Rande der Gesellschaft stünden. „Reichtum ist die Herrlichkeit Gottes“, erläuterte der Stammapostel, „und das Heil gibt es gratis, du brauchst nur zu glauben.“

Dabei machte er deutlich, dass irdischer Reichtum die Gnade Gottes sei: „Wenn wir Geld oder Erfolg haben, dann lasst uns demütig sein; Gottes Wertschätzung ist unabhängig von der Leistung und Stellung in der Gesellschaft.“

Die Worte des Stammapostels waren geprägt von großer Dankbarkeit für die Gnade und den Trost, den Jesus Christus schenkt. „Diese Freude und Hoffnung wollen wir verkündigen“, ermunterte er.

Im Mitdienen sprach der russische Apostel Sergey Petrowitsch Bastrikov über einen „Weg des Lebens“, in Kriegszeiten ein Weg über ein gefrorenes Gewässer bei St. Petersburg, über den Lebensmittel in die belagerte Stadt gebracht werden konnten. Trotz dieser Möglichkeit kamen viele durch Hungersnot und Kälte um. Auch der begleitende Apostel Dieter Prause, zuständig für den Apostelbereich Nürnberg,.wurde vom Stammapostel an den Altar gerufen und ergänzte die Predigt.

 

Spendung der Heiligen Sakramente für Entschlafene

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls folgte die Spendung der Sakramente für die Seelen der jenseitigen Welt. In Vertretung für die Entschlafenen empfingen unser Bezirksältester Jürgen Wiese und Hirte Jürgen Jegminat die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung und das Heilige Abendmahl.

Der Gottesdienst wurde durch Orgelspiel und Vorträge des Bezirkschores mit ihren Dirigenten Thorsten Koy, Hauke und Guido Seidel umrahmt.

Zur Einstiimmung auf die Spendung der Heiligen Sakramente für Entschlafene hatte der Bezirkskinderchor unter der Leitung von Carina Schiemann ein Lied vorgetragen..

Der Kinderchor war auch schon vor dem Gottesdienst aktiv und hatte den Stammapostel und die ihn begleitenden Amtsbrüder bei ihrer Ankunft im Vorraum mit einem fröhlichen und schwungvollen Lied begrüßt und erfreut.